DAS ENDE DER GEISTERKRIEGE

Gegen Ende der Traumzeit gewann die Dras'Shar Sekte auf Mythandria letztendlich die Geister-Kriege. Der Orden der arkanen Krieger versuchte zwar, zusammen mit zahlreichen Traumlingen, durch ein großes kosmisches Ritual die Pläne der Dras zu vereiteln, doch ein von Nocturna korrumpierter Chronos mit dem Namen Thrar´Modas sabotierte dieses Ritual. Die Streitkräfte der Dras durchschritten daraufhin einige der großen Menedat-Portale, reisten durch Raum und Zeit und wurden so, mit nur einem Schlag, Herrscher über unterschiedliche Zeitalter der Erde. Auf Mythandria erhob sich hernach der Dras-König zum Imperator des Aetherimperiums und begann damit, die irdischen Gebiete der Ostfeste zu erobern, um die dort herrschenden Monarchen zu unterwerfen.

EXPANSION ZUR WELTHERRSCHAFT

Die Gebiete der Westfeste waren für die imperialen Truppen von Mythandria aus nicht direkt zu erreichen, da die entsprechenden Menedat-Portale scheinbar nur in eine Richtung geöffnet werden können. Nachdem das Aetherimperium die Ostfeste weitestgehend erobert und unterworfen hatte, richtete es also seine Aufmerksamkeit gen Westen. Nicht zuletzt, weil bei den Eingeborenenstämmen der Westfeste eine Pflanze entdeckt wurde, deren Sekret die Dampftechnik revolutionieren sollte: Die Šóta-Pflanze. Aber auch andere Bodenschätze wie Gold und Öl warteten in der neuen Welt darauf, geborgen zu werden.

DER ZWEIFRONTENKRIEG

Je größer ein Imperium wird, desto schwieriger wird es auch, seine Grenzen zu sichern und seine Gebiete unter Kontrolle zu halten. Als nun die ersten imperialen Truppen ihren Fuß auf die Westfeste setzten, wurden sie von Kriegern und mächtigen Schamanen der Ureinwohner, die Francesco Kolumbus fälschlicherweise Indianer nannte, überwältigt und zurückgetrieben. So begann der Krieg um die Westfeste, der die Wirtschaft der Ostfeste wiederum stark ankurbelte, so dass Wissenschaft und Forschung eine Renaissance in dieser von Magie geprägten Welt feierten. Uhrwerkmenschen, Raketenrucksäcke, Dampfkanonen, elektronische Blitzwerfer und vieles mehr. Durch das Sekret der Šóta-Pflanze wurde die Dampfenergie und die Effizienz von Dampfmaschinen bis ins scheinbar Unendliche gesteigert. Die zahlreichen Erfindungen der "Nichtmagier" wurden bald sogar zu einer Bedrohung für magiebegabte Geschöpfe. Der Aetherimperator ließ daher das Erfinden und Herstellen von technischen und mechanischen Geräten verbieten. Wahrscheinlich hatte er damit selbst den ersten Funken für die bald folgende Rebellion entfacht. Erst waren es nur wenige, doch die Anzahl der Rebellen wuchs rasch, so dass das Aetherimperium nun an mehreren Fronten gleichzeitig kämpfen musste: Gegen die Ureinwohner der Westfeste und gegen die Separatisten der Ostfeste. Gefangene Separatisten wurden oft zur Westfeste deportiert, wo sie als Sklaven auf den Šóta-Plantagen arbeiten sollten. Nach einem großen Sklavenaufstand trieben die Separatisten das Aetherimperium jedoch endgültig von der Westfeste und gründen dort die vereinten Dampfnationen, die jede Art der Magieanwendung verboten.

RÜCKZUG UND WIEDERAUFBAU

In einer großen Schlacht zwischen dem Aetherimperium und den Dampfnationen erlitten beide Parteien sehr viele Verluste. Das Aetherimperium hat sich bis heute nach Mythandria zurückgezogen, um seine Wunden zu lecken und die Dampfnation hat seitdem alle Hände voll damit zu tun, die eroberten Gebiete der Westfeste gegen die Stämme der Ureinwohner zu sichern. Diese sind weiterhin wild entschlossen, ihr Land zurückzuerobern. Auch, wenn einige Monarchen der Ostfeste nun nicht mehr unter der direkten Kontrolle des Aetherimperiums stehen, ist der Einfluss des Imperators allerorts immer noch groß und seine Spione lauern überall. Da das Machtzentrum des Aetherimperators irgendwo in den Nebeln der Zeit auf dem verborgenen Kontinent Mythandria liegt, ist ein direkter Konflikt mit dem Aetherimperium fast unmöglich und so führen die Dampfnation der Westfeste, die Monarchen der Ostfeste und das mächtige Aetherimperium von Mythandria einen unerbitterlichen kalten Krieg.